Kippel telefoniert

10 Grafiken: Aquarell, Acryl, Tusche und Letraset auf Büttenpapier | 36 x 48 cm

10 Gesprächsnotizen: Tusche auf Faxpapier, Email Ausdrucke | variable Größen

Hörstück: Ausschnitte aus den Telefongesprächen | 24:46 min

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Installation »Kippel telefoniert« basiert auf Gesprächen, welche die Künstlerin mit Menschen aus dem Lötschental am Telefon geführt hat. Die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner wurden aufgefordert, einen für sie besonderen Ort im Lötschental zu beschreiben. Anhand der Gesprächsnotizen wurden Aquarellzeichnungen angefertigt, die die beschriebenen Orte nachempfinden.

 

 

So entstanden ortsspezifische Arbeiten für diese Ausstellung in Kippel, die durch die Beteiligung von Einheimischen und dem »Blick von außen« (dem Blick der Künstlerin) eine neue, vielleicht gemeinsame Sichtweise aufzeigen. Das Medium Sprache fungiert bei allen Arbeiten als zentraler Transformator, als »Zwischen«, als Kommunikationsmittel, als Telefonleitung. Die Sprache als »Zwischen« ist das erste Mittel, um Bilder einem Gegenüber zu beschreiben. Die Sprache zeigt sich als Speicher auf den Gesprächsnotizen, welche einzelne Sprachfetzen festhalten und fixieren. Die Sprache als Transformator lässt sodann neue Bilder im Kopf der Künstlerin und auf dem Papier entstehen. Die Bilder sind also durch drei Transformationsschritte gegangen: Erinnern, Erzählen, Nachempfinden. Die beiden ersten Schritte verdanken sich den Gesprächspartnern und Gesprächspartnerinnen, der letzte Schritt, die »Aneignung« vollzog sich im Kopf und am Schreibtisch der Künstlerin.