WACH

STADT.LAND.FLUSS.KUNST | Poetische Orte im Feistritztal und Safental - SCHÖN IST ANDERS

 

WortBild WACH auf Wiese

Poetischer Ort: vlg. „Hummelbauer“-Wiese (Landschaftsschutz); Siegersdorf bei Herberstein mit Blick Richtung Stubenberg/See, Fotos: Christian Strassegger http://www.chri-strassegger.at

 

Video von Florian Kutschera mit Fotos von Christian Strassegger hier: https://www.youtube.com/watch?v=LiAi1mRhKOg

Das Lied »Sommer in Stubenberg« von NEODISCO beschreibt für Ortsunkundige die Gegend rund um den Stubenbergsee: https://www.youtube.com/watch?v=1Bc8bJnlzsk

 

 

 

 

Dem Thema des diesjährigen Jahresprogramms „Schön ist anders.“ folgend, erarbeitete ich ein Wortbild, das meine Überlegungen dahingehend spiegelt: Der Schönheitsbegriff ist kunsthistorisch und philosophisch ein viel beackertes Gebiet. „Schön ist anders.“ ist eine Aussage, die den eigenen Schönheitsbegriff in Frage stellt. Was nehme ich als schön wahr? Und was ist das andere? Für mich beziehen sich diese Fragestellungen auf das große Thema der menschlichen Wahrnehmung. Die Wahrnehmung ist subjektiv (ebenso wie der Schönheitsbegriff), sie hängt von persönlichen Vorkenntnissen und Erfahrungen ab. Um „etwas anderes Schönes“ erkennen zu können, muss die Wahrnehmung WACH sein. Wie der Kunsthistoriker Werner Fenz betont hat, ist zum Verständnis zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum weniger die kunsthistorische Vorkenntnis des Betrachters relevant, als seine WACHE Aufmerksamkeit. Je länger ich über die WACHE Aufmerksamkeit nachdachte, desto mehr stellte ich für mich fest, dass WACHHEIT nicht nur für Kunstbetrachtung wichtig ist. Als engagierter und feinsinniger Mensch braucht man für alle Tätigkeiten eine gewisse WACHheit. Auch um zu genießen, muss man WACH sein. Dieses Wortbild steht also für alle Lebensbereiche: WACH sein, um Kunst zu erfahren; WACH sein, um Schönheit oder Unstimmigkeiten zu erkennen; WACH sein im Umgang mit Menschen; WACH in allem Tun.